Mittwoch, 6. Dezember 2017

Nikolaustag ...der 6 Dezember:



    ....es begab sich zu einer unchristlichen Zeit, da ward Deutschland bedeckt von dunklem Eiben Wald und seine Dörfer lagen weit verteilt, wie Inseln im Meer von Grün. In der Zeit des Dezembers, als die ersten Fröste und Schneestürme über das Land zogen, machten sich die Herren der Wälder auf, um ihre Abgeschiedenheit bis zum Frühjahr mit den Dorfbewohnern zu teilen. Zu gefährlich ward es, in den Wilden Winter Nächten in den Wäldern zu bleiben….
    Aus ihren Waldverstecken, mit Stab und langen Mänteln, kamen sie mit ihren Schülern in die nahen und fernen Dörfer und warben um Einkehr für den Winter. 

    Die Einwohner jener Dörfer schätzten die Männer und Frauen der alten Zünfte sehr. „Druiden“ wurden sie in ganz Germanien und im Keltenlande genannt. Die, die mit den heiligen Bäumen sprechen.
    Ihre Bärte weis und lang, wie ihre Haare, den Runenstab in der Hand, den Mantel mit Tierfellen bestückt, die lange Kapuzen weit ins Gesicht gezogen, ihr Hab und Gut in einem Sack auf dem Rücken oder auf einem Schlitten, so schritten sie durch die Wälder und Dörfer in ihrer Wanderschaft nach einem warmen Feuer.

    Die Menschen gewährten ihnen gerne Unterschlupf, weissagten die Druiden doch, brachten Rezepte und Heilkräuter mit und für die Kinder gab es Geschichten von Feen und Kobolden am Abendlichen Herdfeuer zu berichten. Und im Laufe der Zeit verteilten sie beim Abschied kleine Gaben für die Kinder des Hauses, segneten sie mit ihrem Runenstab, baten Odin um Fruchtbarkeit, für die kleinen Seelen und Schutz vor Krankheit und Kummer.
    Und so manches Kind fand Nüsse in seinen Strümpfen oder gar ganz Unbekanntes. ….
    Später dann, als das Christenvolk einfiel und die Druiden noch duldete, da hörten sie die Geschichten von den Alten die den Kindern gaben und Geschichten erzählten. Als die Christen dann die des Alten Pfades nach und nach ermordeten und ausrotteten, da nahmen sich die Mönche der Geschichte an.


    Sie versetzten einfach die Handlung, nahmen einen Bischof mit Stab, Mantel und machten ihn zum Heiligen St. Nikolaus.


    Knecht Ruprecht aber, der alte Graue Druide, ein Helfer der Göttin Holle, er durfte dem Nikolais dienen. Seine Rute wurde zur Bösen Gerte, die strafte und der alte Heide zu dem Bösen Gesellen des Nikolaus. Denn nur das Gute kann noch besser dar stehen, wenn daneben das Schlechte geht. Und somit wurden die weisen Männer der Druidenzünfte noch einmal verunglimpft, denn es reichte nicht, sie einfach nur in Vergessenheit geraten zu lassen. ….

    Wenn wir Heiden den Nikolaustag begehen, dann ehren wir damit die Alten Anhänger Wodans und Odins, die Helfer der Göttin Holle! Möge Ihr Stab Euch berühren und segnen.




     Die Figur des Nikolaus und wie sie entstand:

    Dieser „falsche Heilige“ entwickelte sich aus verschiedenen heidnischen Gottheiten, unter anderem dem Meergott Poseidon, als Beschützer von Seeleuten, der an die Stelle von Artemis getreten war. Die Tempel des Poseidon wurden zu Schreinen des heiligen Nikolaus, der auch Poseidons Volkstümlichen Titel erbte: der Seemann.

    Nikolaus trägt merkwürdigerweise den gleichen Namen wie der englische Old Nick, der germanische Meeresgott, der auch König der Nixen bekannt war und er wurde im Germanischen mit Wodan gleichgesetzt.

    Als die europäischen Gottheiten der Heiden christianisiert wurden, entwickelte sich der wohltätige Aspekt von Wodan zum heiligen Nikolaus, der, wie Odin/Wotan/Wodan auch zur Wintersonnenwende über die Dachfirst zieht.

    Aus diesen zwei Aspekten entstand dann die Legende vom Heiligen Nikolaus, dessen Knochen „zusammengetragen wurde“ und diese dann in eine Kirche in Bari zu verehren, die zu diesen Zwecken gebaut wurde.


    In Italien verdrängte der Heilige Nikolaus eine weibliche Gottheit namens Befana . Sie füllte mit Geschenken die Strümpfe der Kinder. Dieser „Großmutter“ wurde aus ihrem Heiligtum in Bari vertrieben, das sich danach als Zentrum um den Kult des heiligen Nikolaus entwickelte!

    Das war der eigentliche Anfang des Kultes im den Heiligen Nikolaus, obwohl in seiner christlichen Legende, die ohne jede Grundlage ist, behauptet wird, dass er im 4. Jahrhundert ein Bischof von Myra gewesen wäre. Seine Offizielle Biografie war grotesk. Er vollbrachte mehr Wunder als Christus , die sogar nach seinem Tod nicht zu Ende waren.

    Er erweckte beispielsweise Tote, in seinem magischen Kessel , besänftigte einen Sturm auf See, Vermehrte das Getreide auf wundersame Weise und nach seinem Tod, entsprang an seinem Grab eine Quelle mit ÖL, das jeden Kranken heilen konnte.


    Die Gaben, die der Nikolaus sind traditionell, Nüsse, Äpfel und Mendelkern“
    ( …die essen kleine Kinder gern“)
    Und diese verteilt er in der Nacht zum 6. Dezember. Im Katholischen Glauben ist er ein Bischof, mit Stab, Ornat und Bischofsmütze. Knecht Ruprecht trägt Sack und Rute. Er ist dunkel, grau oder schwarz Gewandet, taucht er immer wieder mit Grimmiger Miene auf.

    In der Schweiz ist der Knecht sogar „ Gehörnt“ er trägt ein Geweih auf seinem Kopf. Hier wird die Herkunft sichtbarer.
    Ruprecht war einst Mitglied der Wilden Jagdt Odins, ein alter Heide. Sein Name leitet sich von „Hruod-peaht“ , dem ruhmglänzenden Wodan ab.

    Aber wer sind sie diese Männer, diese ganz in Weiß, Rot und rausche Bart, die mit Schlitten und Geschenken, des Nachts durch den Schornstein kommen oder am 6. Dezember den Kindern hierzulande etwas in die Schuhe legen?!

    1931 erschuf ein Amerikanischer Künstler den Santa Claus, wie wir ihn heute kennen. Sein Bild, für eine Werbung, war den vielen Europäischen Einwanderern geschuldet, die ihn sich mit weißem Bart, rotem Mantel als fröhliche „Opa Gestalt“ mit Roten Backen und einem von Herzen kommenden Lachen.

    Im Grunde ist der Nikolaus eine Mischung aus Christlichen wie heidnischen Traditionen. Die Rute bestand einmal aus Haselzweigen, ein Symbol für Fruchtbarkeit. Die Lebensrute, die vor bösen Geistern schützte.

    Alle Jahre wieder fliegt der Weihnachtsmann zur Weihnachtszeit mit seinem Schlitten durch die Lüfte. Alle Jahre wieder kehrt somit der Uralte Schamane, in Rot und weiß gekleidet, auf die Erde. Diese Aussage scheint auf den modernen Menschen sehr befremdlich zu wirken.
    In Sibirien spricht man auch von einer ähnlichen „Wilden Jagt“ wie hier z u lande. Die dortigen Schamanen jagen auf Rentierschlitten über die Wolken und ihr Ziel ist der Weltenbaum, unter dem die magischen Rentiere stehen.

    Die Sibirischen Tschuken erzählen, dass der Mond ein Mann ist, der auf seinem Schlitten von Renntieren gezogen zur Erde und wieder zum Himmel fliegt, ganz so wie unser Weihnachtsmann. ( Rätsch- Weihnachtsbaum und Blütenwunder)


    Diese Erzählungen sind Überbleibsel schamanischer Seelenflüge. Diese wurden unterstürzt durch die Einnahme des Rot Weißen Fliegenpilzes. Die gleichen Farben, die wir im Mantel des Weihnachtsmannes wiederfinden.

    ..“ Die alten Volksgebräuche, soweit sie nicht direkt götzendienerisch oder abergläubisch waren, wurden nach Einführung des Christentums durch andere ersetzt.
    An Stelle Wodans, der als Gott des Sturmes auf einem Schimmel reitend gedacht wurde, trat bei uns der hl. Nikolaus (plattdeutsch Sünner Klas = Sankt Niklas).

    Und da Wodan als Gott des Sturmes zugleich Gott der Fruchtbarkeit war, weil von Wind und Wetter die Fruchtbarkeit abhängig ist, so musste auch der hl. Nikolaus als Gabenspender auftreten und wurde daraufhin speziell der Kinderfreund.

    Sein Fest fällt auf den 6. Dezember, es ist die Zeit der Winde und der winterlichen Stürme. Mit oder ohne Bischofsmütze besucht St. Nikolaus am Vorabende seines Festes oder am Feste selbst, eine winterlich eingemummte Gestalt, die Häuser, ermahnt die Kinder artig zu sein, spendet den guten Nüsse, Äpfel und Gebäck, den faulen, ungehorsamen eine Rute.

    Er geht entweder zu Fuß oder er erscheint auf weißem Pferde als lichte Gestalt , begleitet vom einem Knechte, der die Geschenke in einem Sacke bei sich trägt.
    Dieser Knecht ist Ruprecht, der entthronte Wodan. In den evangelischen Landesteilen hat die Kirchentrennung den hl. Nikolaus meist beseitigt, an seine Stelle ist sein Knecht getreten.

    Vor dem Zubettegehen setzten die Kinder Teller auf den Tisch, damit der hl. Nikolaus während der Nacht seine Gaben hineinlege.Ursprünglich waren es Gaben, die auch abends vorher durch den verkleideten Nikolaus verteilt waren: Äpfel, Nüsse und Backwerk in allerlei Gestalten: Männer, Frauen, Pferde, Hasen, Hirsche usw.

    Als Bonifatius das Christentum predigte, eiferte er gegen die »Götzenbilder aus Mehl Teig« und verbot strenge deren Anfertigung. In dem Nikolausgebäck, heute verfeinert als Spekulatius im Handel, haben sich die Götzenbilder aus Mehl Teig erhalten. Ebenso verbot Bonifatius »Götzenbilder aus Holz oder Alraunwurzel geschnitzt« und mit Kleidern umgeben, also Figuren, die heute die Mädchen in Gestalt von Puppen bekommen…“
    ( Ludwig Strackerjan: Aberglaube und Sagen aus dem Herzogtum Oldenburg )

    Später wurde es nämlich Sitte, die ursprüngliche Bescherung zu erweitern. Schulbücher, Kleidungsstücke, Puppen usw. lagen neben den bisher üblichen Gaben auf den Tellern. Ein Beschenken auf Weihnachten war noch nicht Mode. Jetzt ist der Nikolaustag als Geschenktag mehr und mehr abgekommen, an seine Stelle ist das Weihnachtsfest getreten, nur in Holland und Belgien steht er noch in Blüte.

    Lebte der alte segenspendende Wodan als Knecht Ruprecht fort. Auch der Weihnachtsmann, der zu Weihnachten seine Geschenke an die Kinder austeilte, kam auf einem weißen Schimmel herangeritten.

    Die Kinder pflegten am Nikolausabend, später dann am Weihnachtsabend dem Pferde Heu hinzulegen, dann halte der Weihnachtsmann länger an und packe mehr Geschenke ab.

    Quellen ( unter anderem) das geheime Wissen der Frauen/Arun
    Christian Rätsch (Weihnachtsbrauch und Blütenwunder
    Arun Verlag: Die geweihten Nächte
    Sigrid Früh Rauhnächte



    #Nikolaus #Nikolaustag #6. Dezember #Urspung Nikolaus

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