Mittwoch, 27. Dezember 2017

NEU :Ritual Boxen



Schmucke , ganz zauberhafte Ritual Kästchen und Boxen sind entstanden. Wir haben unsere kleinen Ritualsets, überarbeitet und in handgemalte Kisten verpackt. Nun ist alles schön anzusehen und gut mitzunehmen...
 Reisealtar Set - Set für Junghexen und Liebhaber von zauberhaften Kleinigkeiten....
Mit Allem, was Hex für unterwegs so benötigt, wie Kerzen, Besen , Pentagramm...
 Feen Kistchen für Feen und Elfen Liebhaber/innen....


Bild : Zauberset : Liebe anziehen
Für die Jahreskreisfeste werdet ihr natürlich auch Boxen finden!
Bild : Ritualset Imbolc
 

Freitag, 22. Dezember 2017

Wir wünschen allen Freunden und Kunden 
eine gesegnete Yule Zeit
und einen guten Start in das neue Jahr!

Unser Online Verkauf geht ganz normal weiter.

Der Hexenhof schließt am 24.12 um 14 Uhr seine Türen 
und öffnet wieder am 27. 12 zu den gewohnten Zeiten 
von  11.00-17.00 Uhr.
Wir haben auch zwischen den Jahren geöffnet!!!

Euch eine gute Zeit! 

Minerva & Chris WInter

Freitag, 15. Dezember 2017

Reportage über Minerva und den Hexenhof

jescotrifft: „Lieber Bibi Blocksberg als Gebrüder Grimm“ – Meine Begegnung mit der Hexe Minerva

Ein Besuch bei der Hexe Minerva ist ein ganz besonderes Erlebnis. (Foto: Jesco von Moorhausen)
Butjadingen. „Wo fährst Du heute hin?“, fragt mich meine zweieinhalb jährige Tochter. „Zu einer Hexe“, antworte ich. Sie schaut mich mit großen Augen an und ruft freudig aus: „Bibi Blocksberg!“ Später erzähle ich Minerva von der Situation. Sie lacht und sagt: „Besser als die Hexe bei den Gebrüder Grimm.“

Bevor ich aber meine Begegnung mit einer echten Hexe habe, biege ich in den Düker Weg in Tossens ein. Hausnummer 6, sagte sie, da stände Minervas Hexenhof. Doch trotz der niedrigen Hausnummer ist es noch ein ganzes Stück über die holprige Piste. Und siehe da, keine Lebkuchen am Haus, auch kein heißer Ofen, in denen Kinder verbrannt werden. Aber was habe ich denn im Vorfeld erwartet? Ich steige aus und die pure Ruhe kommt mir entgegen. Fernab von jeglichem Verkehrslärm liegt der Hexenhof mitten in der Feldlandschaft Butjadingens.


 Im Hintergrund klingen Klanghölzer. Ich suche in den Bäumen und erkenne ein Windspiel gleich in der Einfahrt. Man mag es Zauberei nennen, aber ich diesem Moment bin ich schon entspannt. Ich laufe ums Hauseck zum Eingang. Eine Funkklingel – wie modern, aber eine Hexe muss nun auch mit der Zeit gehen. Minerva öffnet die Tür und mir steht ein freundlicher Paradiesvogel gegenüber. Bunt gekleidet, gutaussehend und mit einer unglaublich positiven Ausstrahlung bittet sie mich herein. Nein, keine krächzende Stimme und die schwarze Katze fehlt auch. „Aber ich habe einen Besen“, greift sie um die Ecke. „Und wofür brauchen sie den?“, frage ich gespannt. „Zum Fegen natürlich“, antwortet sie keck.

Minerva ist nicht auf den Mund gefallen. Sie weiß, wie man Menschen begegnet. Vielleicht liegt es daran, dass sie eine rheinische Frohnatur ist. In Butjadingen aber hat sie ihren Ruhepol gefunden. „Es ist hier so ruhig, dass wenn Seminarteilnehmer hier über Nacht bleiben, viele gar nicht schlafen können, weil sie es nicht gewohnt sind“, erzählt sie.

Dunkle Kleidung, lange Nase mit Warze und die schwarze Katze auf der Schulter sind bei Minerva nicht zu finden. (Foto: Jesco von Moorhausen)
Wir treten ein und stehen im ehemaligen Stallbereich des Bauernhofes. An den Balken hängen zahlreiche Büschel getrockeneter Kräuter, die den Raum in ein Dufterlebnis verwandeln. Etwas betört gehen wir vorbei an verschiedensten Waren in den hellen Seminarraum. Eine Kerze steht auf dem Boden, daneben eine Rassel und rundherum Kissen. Doch wir ziehen die Sofagarnitur vor und setzen uns. Minerva fängt an zu erzählen und ich lausche. Es geht um Elfen, es geht um Geister, um Magie und um Träume verwirklichen. Ich bin Atheist, nein, noch schlimmer, Naturwissenschaftler, aber es hört sich für mich trotzdem alles schlüssig an. 

Zunächst zieht mir Minerva aber gleich einen Zahn: „Bei mir ist Zauberei harte Arbeit und kein einfaches HexHex“, spielt sie auf meine Bibi Blocksberg Bemerkung an und lächelt. Magie ist für sie das Wissen über Dinge, die man nicht anfassen kann. Minerva ist eine Hexe nach der altnordischen Tradition. „Hexen gibt es in vielen Kulturkreisen unter anderen Namen“, erklärt sie und nennt die Bezeichnungen Druide, Heiler, Schamane und Medizinmänner. 

Alle verbindet das große Wissen über Heilpflanzenkunde. Anders ist es bei Minerva auch nicht. Vor dem Hof eröffnet sich ein riesiger Kräutergarten. „Der Hexengarten – Hier fängt die Magie an“, steht auf Englisch am Eingangstor. „Man lernt sein Leben lang“, erklärt Minerva, die sich jeden Tag fortbildet, neue Erfahrungen macht und das Wissen der Welt in sich aufsaugen möchte. Ein nobler Gedanke, der keinesfalls altmodisch ist. So wie Minerva selbst: „Ich hatte früher einen C64, sitze heutzutage gerne vor facebook und habe ein Smartphone“, sagt sie und möchte gerne mit Vorurteilen aufräumen. Die gibt es aber leider immer wieder. Erst kürzlich, so erzählt die Hexe aus Butjadingen, kurvte ein Wagen ständig vor dem Haus auf und ab. Minerva kam es seltsam vor und ging zum Fahrzeug. Darin saß eine Mutter mit zwei kleinen Kindern. Sie fragte, ob sie ihnen helfen könne und was sie suchen würden. „Wir halten nach dem Ofen, in dem die Kinder verbrannt werden, Ausschau“, meinte die Unbekannte es ernst, während die Kinder verängstigt auf dem Rücksitz kauerten.

„Tatsächlich ist hier die USA aufgeschlossener, in der der Wicca-Glaube als anerkannte Religion gilt“, erklärt Minerva, die herausstellt, dass solche Vorfälle wie beschrieben zum Glück in dieser Region sehr selten vorkommen. Im Ruhrgebiet war es leider schlimmer. Einer der Gründe, warum Minerva mit ihrer

Keine Hexe ohne Besen – auch wenn Minerva das eher mit einem belustigtem Auge sieht. (Foto: Jesco von Moorhausen)
Im Hexengarten fängt die Magie an. Minerva hat viel davon und weiß, wie Kräuter wirkungsvoll eingesetzt werden können. (Foto: Jesco von Moorhausen)
Familie nach Butjadingen gekommen ist. Sicherlich belächeln viele den Glauben an Elfen, Kobolde und Geister, „…doch sollte man immer im Hinterkopf haben, das es noch genug moderne Völker gibt, bei denen dieser Glaube an der Tagesordnung ist und sehr ernst genommen wird“, nennt Minerva unter anderem das Beispiel Island. Hier gebe es eine Elfenbeauftragte beim Bauamt in der Hauptstadt Reykjavík.

Ich fange an zu sinnieren – eigentlich ist es doch völlig egal, ob ich an einen alten Herrn mit Rauschebart im Himmel oder an Elfen und Trolle auf der Erde glaube. Minerva stellt ihre Religion weiter vor und sie erscheint mir sympathisch. Einen Missionarsgedanken suche ich vergeblich. „Jeder Mensch hat seinen eigenen Weg“, meint Minerva, die bei der Kur- und Touristik Butjadingen ebenso gut ankommt. Deswegen arbeiten beide zusammen. Minerva bietet in der Saison für Erwachsene und Kinder immer wieder Führungen über den Hexenhof und durch den beeindruckenden Kräutergarten an. Viele Urlauber sind neugierig und besuchen die Hexe in Tossens.


Aber es gibt auch Veranstaltungen, die nicht für die Öffentlichkeit gedacht sind. Minerva hat einen guten und bekannten Ruf, so dass hin und wieder sogar Prominente zu ihr kommen und Hilfe suchen. „Da ich so abgelegen wohne, ist das für Prominente eine perfekte Möglichkeit“, erklärt Minerva, die in Seminaren und Sitzungen vor allem bei Burnout helfen kann. Einmal im Jahr gibt es zudem einen großen Hexenzirkel, bei dem viele bekannte Hexen aus dem ganzen Land auf Minervas Hexenhof kommen. „Nein, da werden keine Tiere geopfert“, stellt sie von vornherein klar und lacht. Mir wird klar, dass Minerva schon unter vielen Vorurteilen gelitten hat. Aber nicht nur sie, ihre drei Kinder ebenso. Umso schöner, dass ihre jüngste Tochter, jetzt 19 Jahre alt, in Tossens auf die Zinzendorfschule keine Probelme hatte. Die Privatschule mit staatlichem Auftrag wird von der Herrnhuter Bruderschaft betrieben, einer christlichen Kirche. Hier könnte man meinen, dass Probleme vorprogrammiert wären. „Doch ganz im Gegenteil, die waren alle so herzlich und offen zu meiner Tochter und mir“, lobt Minerva die Zinzendorfschule in Tossens. Den Hof kaufte Minerva unter anderem von einer ehemaligen Lehrerin der Schule. Diese Offenheit gegenüber dem speziellen Glauben der Familie gab es in ihrer vorherigen Heimat nicht.


Minerva hat drei Kinder – eine 26jährige Tochter, die bereits auch Kinder hat, einen 23jährigen Sohn, der als Informatiker arbeitet und ihre 19jährige Tochter, die damals mit ihr nach Butjadingen gegangen ist. Bei allen war es Minerva wichtig, dass sie sich auch mit anderen Religionen auseinander setzen. So nahmen sie auch am Religionsunterricht teil. Dennoch wundert sich Minerva, warum Schulen bei jeder Kleinigkeit mit ihren Klassen in die christliche Kirche rennen. Gute Frage und ich erinnere mich selbst an meine Schulzeit. Ich war vom Religionsunterricht immer befreit, war dennoch ständig mit meiner Klasse in der Kirche.


Kürzlich war ein Fernsehteam von N3 bei ihr. Sie drehten einen Beitrag über Butjadingen und besuchten auch den Hexenhof. „Seitens der oberen Verantwortlichen gab es wohl ein Stirnrunzeln“, erinnert sie Minerva. Doch der Aufnahmeleiter war gebürtiger Schotte und mit dem Glauben an Elfen und Co. aufgewachsen. „Dem brauchte ich hier gar nicht zu erzählen, der kannte das alles schon“, war Minerva begeistert. Er setze es durch, dass sogar eine Hochzeit mit Minerva als „Priesterin“ gefilmt werden durfte. „Eigentlich mag ich den Begriff Priesterin nicht so gerne“, erklärt Minerva, die die Bezeichnung zu christlich angehaucht findet. Aber nur so verstehen die Leute das, was ich meine. Im nächsten Jahr vermählt sie auf drei Hochzeiten in der Region zwei liebende Menschen.
Und ihr Mann? Ein Handwerker, ein Pragmat, aber dennoch spiritueller Mensch, der hier einen Traum verwirklicht hat. Seit ihrem 15. Lebensjahr ist sie mit ihm zusammen. „Und wir sind glücklich“, erzählt Minerva.


Mein Blick auf die Uhr überrascht mich. Drei Stunden sind schon vergangen. Zauberei? Nein, zugegeben Faszination für ein Thema, mit dem man nicht alle Tage in Berührung kommt. Und Entspannung, weil hier alles so stimmig ist. 


Ich fühle mich einfach wohl. Dennoch muss ich weiter und verlasse den Hexenhof. Aber ich möchte wiederkommen und noch mehr erfahren. Bin ich jetzt auch spirituell? Nein, ich bleibe so wie ich bin – weltoffen jeder Religion, jedem Glauben gegenüber – wie Minerva. Das verbindet uns.

Nachzulesen in der Zeitung A-Quadrat Ausgabe 5-2017
auf Seite 32

Mittwoch, 6. Dezember 2017

Nikolaustag ...der 6 Dezember:



    ....es begab sich zu einer unchristlichen Zeit, da ward Deutschland bedeckt von dunklem Eiben Wald und seine Dörfer lagen weit verteilt, wie Inseln im Meer von Grün. In der Zeit des Dezembers, als die ersten Fröste und Schneestürme über das Land zogen, machten sich die Herren der Wälder auf, um ihre Abgeschiedenheit bis zum Frühjahr mit den Dorfbewohnern zu teilen. Zu gefährlich ward es, in den Wilden Winter Nächten in den Wäldern zu bleiben….
    Aus ihren Waldverstecken, mit Stab und langen Mänteln, kamen sie mit ihren Schülern in die nahen und fernen Dörfer und warben um Einkehr für den Winter. 

    Die Einwohner jener Dörfer schätzten die Männer und Frauen der alten Zünfte sehr. „Druiden“ wurden sie in ganz Germanien und im Keltenlande genannt. Die, die mit den heiligen Bäumen sprechen.
    Ihre Bärte weis und lang, wie ihre Haare, den Runenstab in der Hand, den Mantel mit Tierfellen bestückt, die lange Kapuzen weit ins Gesicht gezogen, ihr Hab und Gut in einem Sack auf dem Rücken oder auf einem Schlitten, so schritten sie durch die Wälder und Dörfer in ihrer Wanderschaft nach einem warmen Feuer.

    Die Menschen gewährten ihnen gerne Unterschlupf, weissagten die Druiden doch, brachten Rezepte und Heilkräuter mit und für die Kinder gab es Geschichten von Feen und Kobolden am Abendlichen Herdfeuer zu berichten. Und im Laufe der Zeit verteilten sie beim Abschied kleine Gaben für die Kinder des Hauses, segneten sie mit ihrem Runenstab, baten Odin um Fruchtbarkeit, für die kleinen Seelen und Schutz vor Krankheit und Kummer.
    Und so manches Kind fand Nüsse in seinen Strümpfen oder gar ganz Unbekanntes. ….
    Später dann, als das Christenvolk einfiel und die Druiden noch duldete, da hörten sie die Geschichten von den Alten die den Kindern gaben und Geschichten erzählten. Als die Christen dann die des Alten Pfades nach und nach ermordeten und ausrotteten, da nahmen sich die Mönche der Geschichte an.


    Sie versetzten einfach die Handlung, nahmen einen Bischof mit Stab, Mantel und machten ihn zum Heiligen St. Nikolaus.


    Knecht Ruprecht aber, der alte Graue Druide, ein Helfer der Göttin Holle, er durfte dem Nikolais dienen. Seine Rute wurde zur Bösen Gerte, die strafte und der alte Heide zu dem Bösen Gesellen des Nikolaus. Denn nur das Gute kann noch besser dar stehen, wenn daneben das Schlechte geht. Und somit wurden die weisen Männer der Druidenzünfte noch einmal verunglimpft, denn es reichte nicht, sie einfach nur in Vergessenheit geraten zu lassen. ….

    Wenn wir Heiden den Nikolaustag begehen, dann ehren wir damit die Alten Anhänger Wodans und Odins, die Helfer der Göttin Holle! Möge Ihr Stab Euch berühren und segnen.




     Die Figur des Nikolaus und wie sie entstand:

    Dieser „falsche Heilige“ entwickelte sich aus verschiedenen heidnischen Gottheiten, unter anderem dem Meergott Poseidon, als Beschützer von Seeleuten, der an die Stelle von Artemis getreten war. Die Tempel des Poseidon wurden zu Schreinen des heiligen Nikolaus, der auch Poseidons Volkstümlichen Titel erbte: der Seemann.

    Nikolaus trägt merkwürdigerweise den gleichen Namen wie der englische Old Nick, der germanische Meeresgott, der auch König der Nixen bekannt war und er wurde im Germanischen mit Wodan gleichgesetzt.

    Als die europäischen Gottheiten der Heiden christianisiert wurden, entwickelte sich der wohltätige Aspekt von Wodan zum heiligen Nikolaus, der, wie Odin/Wotan/Wodan auch zur Wintersonnenwende über die Dachfirst zieht.

    Aus diesen zwei Aspekten entstand dann die Legende vom Heiligen Nikolaus, dessen Knochen „zusammengetragen wurde“ und diese dann in eine Kirche in Bari zu verehren, die zu diesen Zwecken gebaut wurde.


    In Italien verdrängte der Heilige Nikolaus eine weibliche Gottheit namens Befana . Sie füllte mit Geschenken die Strümpfe der Kinder. Dieser „Großmutter“ wurde aus ihrem Heiligtum in Bari vertrieben, das sich danach als Zentrum um den Kult des heiligen Nikolaus entwickelte!

    Das war der eigentliche Anfang des Kultes im den Heiligen Nikolaus, obwohl in seiner christlichen Legende, die ohne jede Grundlage ist, behauptet wird, dass er im 4. Jahrhundert ein Bischof von Myra gewesen wäre. Seine Offizielle Biografie war grotesk. Er vollbrachte mehr Wunder als Christus , die sogar nach seinem Tod nicht zu Ende waren.

    Er erweckte beispielsweise Tote, in seinem magischen Kessel , besänftigte einen Sturm auf See, Vermehrte das Getreide auf wundersame Weise und nach seinem Tod, entsprang an seinem Grab eine Quelle mit ÖL, das jeden Kranken heilen konnte.


    Die Gaben, die der Nikolaus sind traditionell, Nüsse, Äpfel und Mendelkern“
    ( …die essen kleine Kinder gern“)
    Und diese verteilt er in der Nacht zum 6. Dezember. Im Katholischen Glauben ist er ein Bischof, mit Stab, Ornat und Bischofsmütze. Knecht Ruprecht trägt Sack und Rute. Er ist dunkel, grau oder schwarz Gewandet, taucht er immer wieder mit Grimmiger Miene auf.

    In der Schweiz ist der Knecht sogar „ Gehörnt“ er trägt ein Geweih auf seinem Kopf. Hier wird die Herkunft sichtbarer.
    Ruprecht war einst Mitglied der Wilden Jagdt Odins, ein alter Heide. Sein Name leitet sich von „Hruod-peaht“ , dem ruhmglänzenden Wodan ab.

    Aber wer sind sie diese Männer, diese ganz in Weiß, Rot und rausche Bart, die mit Schlitten und Geschenken, des Nachts durch den Schornstein kommen oder am 6. Dezember den Kindern hierzulande etwas in die Schuhe legen?!

    1931 erschuf ein Amerikanischer Künstler den Santa Claus, wie wir ihn heute kennen. Sein Bild, für eine Werbung, war den vielen Europäischen Einwanderern geschuldet, die ihn sich mit weißem Bart, rotem Mantel als fröhliche „Opa Gestalt“ mit Roten Backen und einem von Herzen kommenden Lachen.

    Im Grunde ist der Nikolaus eine Mischung aus Christlichen wie heidnischen Traditionen. Die Rute bestand einmal aus Haselzweigen, ein Symbol für Fruchtbarkeit. Die Lebensrute, die vor bösen Geistern schützte.

    Alle Jahre wieder fliegt der Weihnachtsmann zur Weihnachtszeit mit seinem Schlitten durch die Lüfte. Alle Jahre wieder kehrt somit der Uralte Schamane, in Rot und weiß gekleidet, auf die Erde. Diese Aussage scheint auf den modernen Menschen sehr befremdlich zu wirken.
    In Sibirien spricht man auch von einer ähnlichen „Wilden Jagt“ wie hier z u lande. Die dortigen Schamanen jagen auf Rentierschlitten über die Wolken und ihr Ziel ist der Weltenbaum, unter dem die magischen Rentiere stehen.

    Die Sibirischen Tschuken erzählen, dass der Mond ein Mann ist, der auf seinem Schlitten von Renntieren gezogen zur Erde und wieder zum Himmel fliegt, ganz so wie unser Weihnachtsmann. ( Rätsch- Weihnachtsbaum und Blütenwunder)


    Diese Erzählungen sind Überbleibsel schamanischer Seelenflüge. Diese wurden unterstürzt durch die Einnahme des Rot Weißen Fliegenpilzes. Die gleichen Farben, die wir im Mantel des Weihnachtsmannes wiederfinden.

    ..“ Die alten Volksgebräuche, soweit sie nicht direkt götzendienerisch oder abergläubisch waren, wurden nach Einführung des Christentums durch andere ersetzt.
    An Stelle Wodans, der als Gott des Sturmes auf einem Schimmel reitend gedacht wurde, trat bei uns der hl. Nikolaus (plattdeutsch Sünner Klas = Sankt Niklas).

    Und da Wodan als Gott des Sturmes zugleich Gott der Fruchtbarkeit war, weil von Wind und Wetter die Fruchtbarkeit abhängig ist, so musste auch der hl. Nikolaus als Gabenspender auftreten und wurde daraufhin speziell der Kinderfreund.

    Sein Fest fällt auf den 6. Dezember, es ist die Zeit der Winde und der winterlichen Stürme. Mit oder ohne Bischofsmütze besucht St. Nikolaus am Vorabende seines Festes oder am Feste selbst, eine winterlich eingemummte Gestalt, die Häuser, ermahnt die Kinder artig zu sein, spendet den guten Nüsse, Äpfel und Gebäck, den faulen, ungehorsamen eine Rute.

    Er geht entweder zu Fuß oder er erscheint auf weißem Pferde als lichte Gestalt , begleitet vom einem Knechte, der die Geschenke in einem Sacke bei sich trägt.
    Dieser Knecht ist Ruprecht, der entthronte Wodan. In den evangelischen Landesteilen hat die Kirchentrennung den hl. Nikolaus meist beseitigt, an seine Stelle ist sein Knecht getreten.

    Vor dem Zubettegehen setzten die Kinder Teller auf den Tisch, damit der hl. Nikolaus während der Nacht seine Gaben hineinlege.Ursprünglich waren es Gaben, die auch abends vorher durch den verkleideten Nikolaus verteilt waren: Äpfel, Nüsse und Backwerk in allerlei Gestalten: Männer, Frauen, Pferde, Hasen, Hirsche usw.

    Als Bonifatius das Christentum predigte, eiferte er gegen die »Götzenbilder aus Mehl Teig« und verbot strenge deren Anfertigung. In dem Nikolausgebäck, heute verfeinert als Spekulatius im Handel, haben sich die Götzenbilder aus Mehl Teig erhalten. Ebenso verbot Bonifatius »Götzenbilder aus Holz oder Alraunwurzel geschnitzt« und mit Kleidern umgeben, also Figuren, die heute die Mädchen in Gestalt von Puppen bekommen…“
    ( Ludwig Strackerjan: Aberglaube und Sagen aus dem Herzogtum Oldenburg )

    Später wurde es nämlich Sitte, die ursprüngliche Bescherung zu erweitern. Schulbücher, Kleidungsstücke, Puppen usw. lagen neben den bisher üblichen Gaben auf den Tellern. Ein Beschenken auf Weihnachten war noch nicht Mode. Jetzt ist der Nikolaustag als Geschenktag mehr und mehr abgekommen, an seine Stelle ist das Weihnachtsfest getreten, nur in Holland und Belgien steht er noch in Blüte.

    Lebte der alte segenspendende Wodan als Knecht Ruprecht fort. Auch der Weihnachtsmann, der zu Weihnachten seine Geschenke an die Kinder austeilte, kam auf einem weißen Schimmel herangeritten.

    Die Kinder pflegten am Nikolausabend, später dann am Weihnachtsabend dem Pferde Heu hinzulegen, dann halte der Weihnachtsmann länger an und packe mehr Geschenke ab.

    Quellen ( unter anderem) das geheime Wissen der Frauen/Arun
    Christian Rätsch (Weihnachtsbrauch und Blütenwunder
    Arun Verlag: Die geweihten Nächte
    Sigrid Früh Rauhnächte



    #Nikolaus #Nikolaustag #6. Dezember #Urspung Nikolaus